Neuanfang         

Erzpriester Alfons Gloger vom Kirchspiel Weigelsdorf wurde mit dem zweiten Transport im Sommer 1946 vom Kirchspiel Weigelsdorf nach Braunschweig vertrieben.
Er wurde in der Diasporagemeinde Mascherode als Pfarrer und Seelsorger für mehrere Gemeinden eingesetzt.

Meine Mutter Emma Eckwert und ich Maria Eckwert haben ihn einmal in seiner Wohnung besucht. Darin mußte er seine tägliche Messe an einem kleinen eingerichteten Altar lesen.

Seine ehemalige Haushälterin Frau Seipelt wohnte ein paar Straßen von ihm entfernt.

 

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50 Jahre Siedlung Mascheroder Holz - aus der Chronik der Südstadt von Braunschweig

Braunschweig Mascherode -  Pfarrer Alfons Gloger

 

Kath. Kirchengemeinde St. Heinrich
Durch den Zuzug von Flüchtlingen aus dem Osten des Deutschen Reiches stieg die Zahl der in der Siedlung wohnenden Katholiken erheblich an. Da eine katholische Kirche nicht vorhanden war, wurde in verschiedenen Räumen provisorisch Gottesdienst abgehalten. Der erste Gottesdienst nach dem Kriege wurde von Pfarrer Alfons Gloger in der Dorfkirche von Mascherode geleitet. Nach dem Tode von Pfarrer Gloger übernahm Pfarrer Günther Rathei die Leitung der Kirchengemeinde.

Zuletzt diente eine Garage am Auenweg als Gotteshaus.

Am 19. November 1960 wurde die von dem Architekten Tschirwitz erbaute St. Heinrich Kirche durch den Bischof Heinrich Maria Janssen von Hildesheim geweiht. Die Altarweihe, verbunden mit einer Messe, fand am darauffolgenden Tag statt. Im Anschluß daran zelebrierte Domkapitular Propst Franz Frese das Fest-Hochamt.

Zur Kirche gehört noch ein Anbau für die Sakristei, ein Pfarr- und Jugendheim sowie ein Pfarrhaus.

Mit einer beachtlichen Spende von 150000 DM trugen die Gemeindemitglieder zur Ausgestaltung der Kirche bei.

Das Kruzifix aus hellem Lindenholz fertigte der Oberammergauer Bildschnitzer Heinzeller an.

Im Oktober 1964 wurde Pastor Georg Berkes, der nach dem Ungarnaufstand seine Heimat verlassen mußte, in sein Amt eingeführt. Die Kirchengemeinde St. Heinrich, zu der ca. 2500 katholische Einwohner gehören, besteht aus der Südstadtsiedlung Mascheroder Holz, den Gemeinden Mascherode, Rautheim und der Lindenberg-Siedlung.

Durch die Urkunde des Bischofs Heinrich Maria Janssen von Hildesheim vom 22. Dezember 1981 erhielt die bisherige Kuratie-Kirche St. Heinrich mit Wirkung vom l. Januar 1982 den Rang einer Pfarrkirche.

Der jeweilige Inhaber der Pfarrei St. Heinrich in Braunschweig-Süd hat alle Rechte und Pflichten eines Pfarrers, wie sie im Kirchlichen Gesetzbuch festgelegt sind (vgl. insbesondere CC. 451 bis 470 Codex Juris Canonici).

 

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Mein Foto vom Heimattreffen am 25. September 2004 in Glandorf:

Bronzetafel zum Gedenken an die Vertreibung aus unserer Heimat Schlesien im Jahr 1946

 

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